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Der Weg der Carglass®-Scheibe

Repair First – das Carglass®-Prinzip

Nicht jede Windschutzscheibe, die beschädigt ist, muss ausgetauscht werden. Ein kleiner Steinschlag, der weder genau am Rand der Scheibe noch im direkten Sichtfeld des Fahrers liegt, kann mithilfe unseres Spezialharzes repariert werden. Bei circa 40 % unserer Aufträge können wir darauf verzichten, eine neue Scheibe einzusetzen – und sparen so Ressourcen. Wenn es nicht möglich oder nicht erlaubt ist, sie zu reparieren, tauschen wir die Windschutzscheibe aus. Heck- und Seitenscheiben bestehen in der Regel nicht aus Verbundglas. Gehen sie kaputt, wird eine neue Scheibe eingesetzt.

Eine neue Scheibe muss her

90 % der Glasscheiben des Mutterkonzerns Belron®, von dem wir unsere Scheiben beziehen, kommen von den vier international führenden Lieferanten Fuyao, AGC, Shatterprufe und Pilkington. Sie alle sind auch Erstausrüster für die Autohersteller. Auch für die zentrale Logistik ist Belron® zuständig, und zwar mit Europas größtem Autoglasscheiben-Lager in Bilzen, Belgien. Auf einer Größe von sechs Fußballfeldern kümmern sich 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Lieferungen für ganz Europa. Angetrieben wird das hochmoderne Zentrum nicht nur von seiner internationalen Mission, sondern auch von 14.000 Quadratmetern Solarmodulen. Eine neue Autoscheibe aus dem Lager in Bilzen wird erst dann geliefert, wenn tatsächlich ein konkreter Kundenauftrag vorliegt. Scheiben von besonders verbreiteten Automodellen werden in vielen unserer Filialen vorrätig gehalten, um Transportwege zu reduzieren.

Was passiert mit der alten Scheibe?

Autoglas muss eine hohe Reinheit aufweisen – das bedeutet, dass das verwendete Glas eine sehr hohe Qualität hat und keinerlei Fremdstoffe enthalten darf. Deshalb lassen sich Scheiben nicht aus Recycling-Glas fertigen. Umgekehrt aber eignet sich das Altglas, das Carglass® nach einem Scheibentausch entsorgt, gut für eine Wiederverwertung. Achim Schloßmacher von REMONDIS / GRI Glasrecycling, Recycling Partner von Carglass®, erklärt: „Das recycelte Material findet in der Glasfaser- sowie in der Hohlglasindustrie – zum Beispiel in der Produktion von Flaschen und Gläsern – Verwendung, da Verunreinigungen hier höchstens zu einer kaputten Flasche, aber nicht zum Bruch einer quadratmetergroßen Scheibe Flachglas führen können.“ Das Recycling von Altglas zu sogenanntem Fertigglas-Granulat lässt sich zum Beispiel in der Aufbereitungsanlage Dormagen beobachten. Dort werden täglich bis zu 600 Tonnen Granulat zur Produktion von neuem Glas ohne Inanspruchnahme neuer Ressourcen hergestellt.

Herausforderungen beim Recycling

Die größte Herausforderung beim Recycling stellt die Folie aus PVB-Kunststoff dar, die beim Verbund-Sicherheitsglas zwischen dem Innen- und Außenglas liegt. Die dünne Kunststofffolie kann bei einem Unfall Leben retten, ist allerdings widerspenstig, wenn es darum geht, das zerstörte Autoglas wiederzuverwenden. Heutzutage, so Schloßmacher, ließen sich die Folien so gut von der Glasscheibe lösen, dass fast keine Plastikrückstände am Glas verbleiben. An einer Wiederverwendung für die Folie selbst wird seit Jahren geforscht. Bislang ist es noch nicht gelungen, Glasanhaftungen und Staub komplett von der PVB-Folie zu lösen. Damit suchen Carglass®, REMONDIS / GRI Glasrecycling und Organisationen wie FERVER (Europäischer Verband der Glasrecycler) weiter nach einer Optimierung des Recyclingprozesses, der dann auch die nur etwa 200 Gramm schwere Folie einschließen soll.