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Bereicherung für beide Seiten

Carglass® bietet in einigen Service-Centern langfristige Praktika für Menschen mit Behinderung. Unter anderem ist in München daraus ein fester Arbeitsplatz entstanden. Werte wie Verantwortungsbewusstsein und Empathie werden hier im Team großgeschrieben.

Sorgfältig putzt der junge Mann die Heckscheibe des Autos, das in der Carglass®-Filiale im Münchner Norden steht. Maximilian Wagner, den alle hier Max nennen, hatte im Sommer 2019 mit einem Inklusionspraktikum angefangen – sechs Monate später bekam er in Kooperation mit der Münchner Lebenshilfe-Werkstatt einen sogenannten Außenarbeitsplatz und ist damit fester Teil des Carglass®-Teams. Der 22-Jährige hat Lern- und Sprachschwierigkeiten. Auf die Frage, ob ihm die Arbeit Spaß mache, antwortet er strahlend: „Ja!“

Für Carglass®-Stadtgebietsmanager Daniel Bader-Lang ist die Inklusion eine Herzensangelegenheit, die gut zum Motto der unternehmenseigenen Stiftung GIVING BACK passt: Wir geben der Welt Gutes zurück. „Das Schönste ist es, zu erleben, wie dankbar Max dafür ist, dass er im Team integriert ist und am echten Arbeitsalltag teilnehmen kann“, sagt er. Doch auch für Carglass® ist der Inklusionsarbeitsplatz ein Gewinn – nicht monetär, sondern vor allem in Form von Werten, die das Team bereichern: „Max ist immer unglaublich fröhlich und höflich.“ Maximilian Wagners gute Laune ist genauso ansteckend wie seine Begeisterungsfähigkeit – und beides wirkt sich äußerst positiv auf das Betriebsklima aus. 

Mehrwert für beide Seiten

Die Monteure in der Münchner Werkstatt waren von Anfang an offen für das Abenteuer Inklusion und auch selbst bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wagner war schnell im Team integriert. Jeden Tag steht ihm ein erfahrener Kollege als Pate zur Seite – der „Buddy“, wie sie ihn hier nennen. Er erinnert Maximilian Wagner zum Beispiel daran, Mittagspause oder Feierabend zu machen. Empathie und Geduld werden großgeschrieben im Team. „Wir haben immer ein Auge auf Max – aber er auch immer auf uns“, erzählt Jürgen Stritzl, der stellvertretende Leiter des Münchner Service-Centers, mit einem Schmunzeln. Denn die Empathie geht von beiden Seiten aus: „Max hat ein besonders gutes Gespür dafür, in welcher Stimmung man gerade ist, und fragt nach, wenn es einem Kollegen mal nicht gut geht“, sagt Stritzl.

Entstanden ist die Idee, langfristige Möglichkeiten zur Inklusion anzubieten, in Zusammenhang mit dem bundesweiten Diversity-Tag, an dem sich Carglass® seit einigen Jahren beteiligt. Dabei können Menschen mit Behinderung Schnupperpraktika in den Service-Centern von Carglass® machen, mit Partnerorganisationen wie der Caritas und der Lebenshilfe. Aus diesem Engagement haben sich enge Kooperationen mit verschiedenen Werkstätten entwickelt und langfristige Inklusionspraktikumsplätze in mehreren bayerischen Service-Centern sowie in Köln. Die Praktikantinnen und Praktikanten übernehmen zum Beispiel Aufgaben wie Scheiben zu prüfen und zu putzen, Scheibenwischer zu wechseln oder Kleinstteile für die Montage vorzubereiten. Je einen Inklusionsarbeitsplatz gibt es mittlerweile auch noch bei Carglass ® in Köln und in Nürnberg.